August 1, 2026

Von Hornberg zum Huberfelsen (Mittlerer Schwarzwald) STRAUSSENCLIQUE

Es ist übrigens nicht die einzige „Spur”, die es von dem Schießen in dem schmucken an der Schwarzwaldbahn gelegenen Städtchen gibt. So führt der „Hornberger Schießen-Weg” von der Stadtmitte bis zum Schloss hinauf und erzählt an 14 Stationen nicht nur so manches über das damalige Ereignis, sondern auch über das Städtchen.. DAS HORNBERGER SCHIEßEN Einstens, als die Hornberger noch gut schwäbisch waren, sagte der Herzog einmal seinen Besuch an. Das gab eine nette Aufregung im Städtchen, und alles bereitete sich vor, den Landesvater würdig zu empfangen.

Die Redewendung „Das geht aus wie das Hornberger Schießen“ wird gebraucht, wenn eine Angelegenheit mit großem Getöse angekündigt wird, aber dann nichts dabei herauskommt und sie ohne Ergebnis endet. Bei dem in der Redewendung genannten Ort handelt es sich möglicherweise um die Stadt Hornberg im Ortenaukreis des heutigen Baden-Württemberg, wo es allerdings fünf weitere Städte dieses Namens gibt.

Entstehung

Die Historiker sind sich darüber einig, dass die folgenden Begebenheiten und Erklärungsversuche der Redewendung nicht beweisbar sind, denn es gibt keinerlei Quellen für sie. Statt einer klaren etymologischen Herleitung ranken sich – wie in anderen Fällen auch – beim Hornberger Schießen zahlreiche Legenden um die Redewendung, wobei die beiden nachstehenden in einschlägigen Werken als besonders verbreitet gelten. Sie entstanden so gut wie sicher als nachträglich erfundene Erklärungserzählungen nach dem Prinzip, welches die Erzählforschung Ätiologie nennt, und beziehen sich beide auf die eingangs genannte Stadt Hornberg im Ortenaukreis.

Herzogsbesuch

In Hornberg habe sich anno 1564 der Herzog Christoph von Württemberg angesagt. Dieser sollte mit Salutschüssen und allen Ehren empfangen werden. Als alles bereit war, näherte sich aus der Ferne eine große Staubwolke. Alle jubelten und die Kanonen donnerten, was das Zeug hielt. Doch die Staubwolke entpuppte sich nur als eine Postkutsche. Das Gleiche wiederholte sich, als ein Krämerkarren und noch etwas später eine Rinderherde auf die Stadt zukamen. Der Ausguck hatte jedes Mal falschen Alarm gegeben, und alles Pulver war verschossen, als der Herzog endlich kam. Einige Hornberger versuchten, durch Brüllen den Kanonendonner nachzuahmen. Manche Berichte taxieren den Herzogsbesuch auch auf das Ende des 17. Jahrhunderts.

Diese Version wird regelmäßig im Sommer auf der Freilichtbühne in Hornberg (Ortenaukreis) als volkstümliches Theaterstück aufgeführt.

Angriff auf Hornberg

Der zweiten Version der Erklärung nach soll sich das Sprichwort auf ein Ereignis aus dem Jahr 1519 beziehen, als die Stadt von den benachbarten Villingern angegriffen wurde. Die Hornberger sollen in kurzer Zeit ihre Munition verschossen haben, so dass die Angreifer nur das Ende der Kanonade abwarten mussten, um anschließend Hornberg erobern zu können. Diese Erklärung geht zurück auf den Pfarrer Konrad Kaltenbach, der sie in den Nummern 3, 4 und 5 der Heimatklänge aus alter und neuer Zeit, einer Beilage zur Freiburger Tagespost aus dem Jahr 1915, beschreibt und sich auf historische Quellen beruft (Villinger Chronik 1495–1533). Dort findet sich der recht glaubwürdige Augenzeugenbericht, dass von rund hundert Schuss des schweren Geschützes der Hornberger nur zwei gefährlich waren und die anderen über den Berg hinweg gingen:

Andere Versionen

Anfang des 18. Jahrhunderts soll es bei einem Freischießen in Hornberg derartige Unstimmigkeiten über den Ablauf gegeben haben, dass nach und nach alle Schützen das Fest verließen und das geplante Schießen schließlich entfiel.

Verwendung in der Literatur

Bereits Friedrich Schiller schreibt in seinem Werk Die Räuber (Erstausgabe 1781) im ersten Akt: „Da ging’s aus wie’s Schießen zu Hornberg und mussten abziehen mit langer Nase.“

Thomas Mann formuliert in seiner Erzählung Herr und Hund (1918): „Es kann aber auch sein, daß das Ganze, nach allen Veranstaltungen und Umständlichkeiten, ausgeht wie das Hornberger Schießen und still im Sande verläuft.“

Hannah Arendt verwendet die Redensart in ihrem Buch Macht und Gewalt (1970): „Dennoch braucht diese Situation nicht zur Revolution zu führen. Sie kann erstens mit Konterrevolution, der Errichtung von Diktaturen enden und sie kann zweitens ausgehen wie das Hornberger Schießen: es braucht überhaupt nichts zu geschehen.“

Literatur

  • Rolf-Bernhard Essig: Hornberg. In: Ders.: Ich kenn doch meine Pappenheimer. Wunderbare Geschichten hinter sprichwörtlichen Orten. Duden, Berlin 2018, S. 36–38.
  • Lutz Röhrich: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten (= Herder-Spektrum 5400). Herder, Freiburg (Breisgau) u. a. 2003, ISBN 3-451-05400-0.
  • Peter Tokofsky: „Das Hornberger Schiessen“: Proverbial Expression, Narrative, and Drama. In: Proverbium 10 (1993), S. 321–330 (online).
  • Konrad Heck: Das Hornberger Schießen in den verschiedenen Lesarten. In: Die Ortenau 33 (1953), S. 200–205 (online).

Weblinks

Einzelnachweise


Hornberger Schießen Archives JansonKarikatur

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Hornberg (Ortenau) Brunnen zur Erinnerung an

Hornberg (Ortenau) Brunnen zur Erinnerung an das “Hornberger Schießen


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Der Artikel mit der oldthingid 32572555 ist aktuell ausverkauft.


Hornberg Freiluftbuehne, Auffuehrung

Hornberg Freiluftbuehne, Auffuehrung “Hornberger Schiessen


HornbergerSchießenWeg • Themenweg »

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Schwarzwald So könnt ihr das berühmte

Schwarzwald So könnt ihr das berühmte „Hornberger Schießen“ miterleben


“Hornberger Schießen” begeistert Zuschauer


Hornberger Schießen Ina Weise

Hornberger Schießen Ina Weise


Famous Hornberger Schiessen at the Schlossberg

Famous Hornberger Schiessen at the Schlossberg in Hornberg, Baden


Das Hornberger Schießen BadenWürttemberg.de

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Das Hornberger Schießen großes Getöse, wenig

Das Hornberger Schießen großes Getöse, wenig Erfolg Brauchtum


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Die Freilichtbühne Hornberg und das Hornberger

Die Freilichtbühne Hornberg und das Hornberger Schießen Schwarzwald


Das Hornberger Schießen 2022 Freilichtbühne Hornberg

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Fotostrecke Hornberg Freilichtspiel Das Hornberger Schießen

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Hornberg Hornberger Schießen ein Erfolg Kinzigtal

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Das Hornberger Schießen des Monats Freilichtbühne

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Das Hornberger Schießen gehört zu den faszinierendsten Ausdrücken der deutschen Sprachwelt. Es verweist nicht einfach auf ein einmaliges Ereignis, sondern fungiert als vielseitiges Symbol: für Legende und Fakt, […]. Das Hornberger Schießen des Monats Juni 2026 Beim Fußballbundesliga-Relegationsspiel zwischen dem SC Paderborn und dem VfL Wolfsburg mutmaßten Sky Kommentator Sebastian Hellmann und Experte Patrick Helmes in der Halbzeitanalyse, dass die Wolfsburger nicht mehr aufs Paderborner Tor geschossen haben, weil sie „gedacht haben, das ist das Hornberger Schießen”. Vielen Dank an Ralf Fuhlert.